Ekaterine Ohrner-Natenadze in der Zentralbibliothek Passau: zwei Heimaten, eine Linie


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Zwischen Bayern und Georgien: Eine Linie, die Welten verbindet
Die Universität Passau eröffnet am 12. Januar 2026 im Foyer der Zentralbibliothek eine konzentrierte Schau der Künstlerin und Kunsthistorikerin Ekaterine Ohrner-Natenadze. Rund 30 Arbeiten entfalten ein intensives Kunsterlebnis zwischen zwei Heimaten und führen in eine Ausstellungsatmosphäre, die Identität, Erinnerung und Landschaft kompositorisch verwebt.
Werkbetrachtung: Linien, die Geschichte schreiben
In den Gemälden und grafischen Miniaturen verschränken sich bayerische Stadtansichten mit georgischen Gebirgslandschaften. Farbflächen und Konturlinien bilden eine rhythmische Struktur, in der sich Motive der Malerei und Zeichnung zu einer dichten Bildsprache verbinden. Die kleinformatigen, autobiografischen Miniaturen fungieren als Schlüsselwerke: Sie erfassen menschliche Zustände in Zeiten des Umbruchs und übersetzen biografische Erfahrung in prägnante Form.
Kuratierung und Raumwirkung: Dialog im Bibliotheksfoyer
Die Präsentation im Foyer der Zentralbibliothek nutzt Lichtachsen und Blickfelder des Raumes, um Werkgruppen in eine klare Folge zu bringen. Die Kuratierung betont Kontraste von Topografie und Erinnerung, führt von Panorama in die Intimität der Skizze und schafft so eine ästhetische Erfahrung, die sowohl kontemplativ als auch erzählerisch bleibt.
Künstlerbiografie und kunsthistorische Einordnung
In Tbilissi geboren, lebt und arbeitet Ekaterine Ohrner-Natenadze seit 1995 in Regensburg. Als Kunsthistorikerin, Kultur- und Sozialmanagerin sowie Theatermalerin verknüpft sie Praxis und Theorie. Ihre Mitgliedschaft im BBK Niederbayern/Oberpfalz und internationale Auszeichnungen verorten ihr Werk im aktuellen Diskurs figurativer und topografischer Positionen zwischen Osteuropa und Bayern. Thematisch kreisen die Arbeiten um Heimat, Migration, Erinnerungskultur und die Poetik der Linie.
Bildung und Vermittlung: Sehen lernen im Wandel
Die Ausstellung eignet sich für kunstinteressierte Besucher, Studierende und Schulklassen. Werkserien ermöglichen vergleichende Analyse zu Motiv, Materialität und Komposition; das bibliothekarische Umfeld lädt zur vertiefenden Recherche ein. Die Vernissage mit Einführung bietet kunsthistorische Kontexte aus erster Hand.
Fazit: Erwartet wird eine konzentrierte, sinnliche Begegnung mit Malerei und Zeichnung, die die Idee von Heimat als bewegliche Kategorie begreift. Wer den Dialog von Landschaft und Erinnerung erleben möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live besuchen.
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