Trial by Jury / Gianni Schicchi im Stadttheater Passau: Juristischer Operndoppelabend mit Biss


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Ein doppelter Gerichtsspaß: Satire trifft Verismo – ein Opernabend mit Tempo
Im Stadttheater Passau verschmelzen britischer Witz und italienische List zu einem spritzigen Bühnenerlebnis: Gilbert & Sullivans Einakter ‘Trial by Jury’ prallt auf Puccinis funkelnde Komödie ‘Gianni Schicchi’. In der Inszenierung des Landestheaters Niederbayern entsteht ein juristischer Operndoppelabend, der Theateratmosphäre, Klangfarben und Publikumsreaktion in Funkenschlag versetzt.
Komische Präzision: Ein Gerichtssaal als musikalische Maschine
‘Trial by Jury’ (1875) ist eine pointierte Satire auf Recht und Ordnung. Patter-Songs, Händel-Parodien und choreografierte Ensembles greifen wie Zahnräder ineinander; die Dramaturgie zelebriert den absurden Ernst des Verfahrens. Die Regie schärft Timing und Spielwitz, der Chor zeichnet klare Tableaus, während Lichtstimmungen zwischen kalter Prozessnüchternheit und warmem Theaterschein wechseln.
Florentiner Erbschlacht: Puccinis rasant getaktete Komödie
In ‘Gianni Schicchi’ (1918) entfacht Puccini funkelnden Ensemblewitz. Die Bühnenbildräume öffnen und verengen sich wie Falltüren, Kostüme skizzieren eine gierige Verwandtschaft – nah an der Farce, exakt im Detail. Zwischen ‘O mio babbino caro’ und turbulenten Quartetten pulsiert sängerische Schauspielkunst: Figurenzeichnung, Blichrhythmen, Pausen – alles auf Wirkung kalkuliert.
Musikalische Leitung und Ensemble: Dynamik mit Biss
Unter der musikalischen Leitung entsteht ein federnder Puls: Holzbläser zeichnen ironische Kommentare, die Streicher modellieren Belcanto-Linien, Blech akzentuiert juristische Pointen. Die Regieführung bündelt Energie, baut klare Übergänge zwischen den Werken und hält das Tempo hoch – ein Abend, der auf präzise Komik und klangliche Leuchtkraft setzt.
Ein Haus mit Geschichte: Intime Akustik, klare Sicht
Das Fürstbischöfliche Opernhaus bietet rund 330–350 Sitzplätze, eine ausgezeichnete Textverständlichkeit und unmittelbare Nähe zum Spiel. Ein Lift erschließt den Zuschauerraum, eine Schwerhörigen-Anlage unterstützt differenziertes Hören, ausgewiesene Parkmöglichkeiten liegen in Laufdistanz – ideale Voraussetzungen für konzentrierten Operngenuss.
Fazit
Wer funkelnde Ensemblekomik, präzise Inszenierung und hörbaren Theaterspirit liebt, erlebt hier zwei Gerichtsfälle als kurzweilige Opernreise: pointiert, musikalisch glänzend, szenisch agil. Nicht warten – live erleben und den juristischen Doppelschlag genießen.
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