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Popkultur in Hof: Musik, Mode, Medien | Szene & Punk

Popkultur in Hof: Fahrplan für die nächsten 12 Monate

Ein konkretes, umsetzungsfähiges Programm, das Clubs, Handel, Mode, Medien und Bildung in Hof in den kommenden Monaten vernetzt – mit klaren Formaten, Zuständigkeiten und Qualitätsstandards.

Ziele und Leitlinien

  • Regelmäßigkeit statt Einzelaktionen: wiederkehrende Reihen mit verlässlichen Terminen.
  • Kuratiertes Profil: Diversität, Nachwuchsförderung und barrierearme Zugänge als Standard.
  • Stadtweite Sichtbarkeit: koordinierte Kommunikation über zentrale Kanäle und Schaufenster.
  • Rechtsklarheit: einfache Prozesse für Lizenzen, Sicherheit, Jugendschutz und Nachbarschaft.

Programmkalender: Was in Hof ansteht

Monatliche Reihen

  • Club-Link – ein kuratiertes Showcase mit 2–3 Acts, wechselnden Genres (Singer-Songwriter, Punk, Rap, Ambient) und einer kurzen Artist-Talk-Runde im Anschluss.
  • Open Jam & Feedback – offene Bühne mit moderiertem Feedback für Newcomer, Backline vor Ort, Mitschnitt für Demos.
  • Mode x Musik After-Work – 20-minütige Runway-Präsentation lokaler Labels mit Live-Set, abgestimmtem Licht & Sound.

Quartalsformate

  • Hof Hört Hin – kuratierte Listening-Session (Vinyl/Files), thematisch gekoppelt an Ausstellungen, Literatur- oder Filmprogramme.
  • Pop & Praxis – Workshop-Tag zu Booking, Gagenkalkulation, Social Media, Bühnenpraxis und Barrierefreiheit.
  • City Soundwalk – geführter Audiowalk mit QR-Stationen, die Orte, O-Töne und Tracks hörbar machen.

Jährlicher Schwerpunkt

  • Pop-Woche Hof – sieben Tage, sieben Themen: DIY & Technik, Women/FLINTA* in Music, Mode x Bühne, Clubkultur, Rap & Beats, Ambient & Avant, Local Heroes. Tags Workshops, abends Showcases; Handel kuratiert Playlists, Kinos zeigen Musikfilme, Schulen/Hochschulen sind Partner.

Handel und Mode: Klangbild der Innenstadt

Geschäfte und Labels gestalten das städtische Klangbild mit – rechtssicher, dezent und markenkonform.

  • Playlist-Plan: drei Tagesstimmungen (Vormittag ruhig, Nachmittag dynamisch, Abend warm), wöchentliche Aktualisierung.
  • Lautstärke-Standard: klare dB-Grenzen, Rückzugsbereiche ohne Musik.
  • Transparenz: sichtbare Hinweise „Heute im Store: Local Bands“ mit QR-Link zu Künstlerseiten.
  • Mini-Events: 20–30 Minuten Live-Set zu Stoßzeiten; Absprache mit Nachbarschaft und Einhaltung von Auflagen.
  • Rechte und Lizenzen: Nutzung passender Tarife, Einholung von Einverständnissen für Social-Clips.

Infrastruktur: Proberäume, Technik, Plattform

  • Gemeinschaftsproberäume: flexible Slots, geteilte Backline, Schallschutzkonzept, einfache Online-Buchung.
  • Mobiles Technik-Kit: kompakte PA, Mikrofone, Recorder für Pop-ups und Open-Air-Mikroformate.
  • Vermittlungsplattform: Räume, Termine, Technik, Mitfahrgelegenheiten, Volunteer-Board – zentral, schlank, DSGVO-konform.
  • Kuratorische Standards: offene Ausschreibungen, Diversitätsziele, faire Gagen, barrierearme Infos (Leichte Sprache, Kontraste, Wegbeschreibungen).

Digital: Karte, Audiowalks, Medienformate

  • Interaktive Karte: Clubs, Proberäume, Street-Art, temporäre Venues; Einreichungs- und Prüfprozess für Neuzugänge.
  • QR-Stelen: an erlaubten Standorten mit Kurztext, O-Tönen und Tracks; regelmäßige inhaltliche Rotation.
  • Mini-Podcast: 10–15 Minuten, Backstage-Gespräche, Tipps zu Förderung und Releases.
  • Social Toolkit: Vorlagen für Reels/Stories, Fotobriefing, Rechtshinweise zu Musiknutzung.

Barrierefreiheit und Inklusion

  • Stufenarme Zugänge, ausgewiesene Ruhezonen, Sitzplätze, Wegleitsysteme.
  • Kommunikation in Leichter Sprache, deutliche Kontraste, Alternativtexte.
  • Begleitperson- und Ermäßigungsregelung, barrierefreies Ticketing.
  • Programmanteile mit Gebärdensprachdolmetschen oder Live-Untertitelung, wo sinnvoll.

Mitmachen: Rollen und nächste Schritte

  • Bands/Künstlerinnen: für Showcases bewerben, offene Proben anbieten, gemeinsame Produktionen anstoßen.
  • Clubs: monatliche Slots reservieren, Techniklisten veröffentlichen, Safety- und Awareness-Konzepte bereitstellen.
  • Handel/Mode: Playlist-Policy einführen, Mini-Events terminieren, Schaufenster als Infopunkte nutzen.
  • Medien/Content: Kurzformate produzieren, Redaktionskalender aufbauen, Inhalte barrierefrei bereitstellen.
  • Stadt/Initiativen: Mikroförderungen ausloben, Genehmigungsprozesse bündeln, Leitfäden veröffentlichen.

Praktische Checklisten

Event-Kompakt

  • Format und Zielgruppe definieren, Laufzeiten und dB-Grenzen festlegen.
  • Lizenzen/Versicherungen klären (Hintergrundmusik, Veranstaltungen, Foto-/Video-Rechte).
  • Awareness und Sicherheit: Ansprechpersonen, Notausgänge, erste Hilfe.
  • Kommunikation: One-Page-Info, Social-Paket, barrierearme Hinweise.
  • Evaluation: kurze Besucherumfrage, Budget-Review, Lessons Learned.

Store-Sound

  • Genre-/Tempo-Mix pro Tageszeit, Lautstärke messen, Nachbarschaftsfenster definieren.
  • Track-Listen dokumentieren, Rechte prüfen, Hinweise für Kundschaft bereitstellen.
  • Monatlich Themenfokus „Local Bands“, QR zu Künstlerprofilen.

Quellen und weiterführende Hinweise

  1. GEMA: Informationen für Musiknutzer — Tarife und Hinweise zu Hintergrundmusik/Events (abgerufen 2026-02-08)
  2. Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien — Programme und Leitfäden für Kulturprojekte (abgerufen 2026-02-08)
  3. Milliman (1982): Background Music & Shopping Behavior — Grundlagenforschung zur Ladenatmosphäre (abgerufen 2026-02-08)
  4. Milliman (1986): Musik & Verhalten in Restaurants — ergänzende Evidenz zur Aufenthaltsdauer (abgerufen 2026-02-08)

Last reviewed: 2026-02-08

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