Wolfgang Krebs (Kabarettist)

Wolfgang Krebs (Kabarettist)

Quelle: Wikipedia

Wolfgang Krebs – der Meister der Verwandlung im bayerischen Kabarett

Ein präziser Beobachter der Politik, ein Virtuose der Imitation, ein Bühnenkünstler mit starker Präsenz

Wolfgang Krebs, geboren am 31. August 1966 in Seefeld im Landkreis Starnberg, gehört zu den markantesten Stimmen des deutschen Kabaretts. Als Kabarettist und Schriftsteller hat er sich über Jahrzehnte eine eigene künstlerische Handschrift erarbeitet, die zwischen Parodie, politischer Satire und bayerischer Alltagsbeobachtung souverän pendelt. Seine Karriere verbindet Medienerfahrung, Bühnenroutine und eine ausgeprägte Lust an der Figur. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Was Krebs so spannend macht, ist die Verbindung aus präziser Rollenarbeit, schnellem Sprachwitz und einer klaren regionalen Verankerung. Schon früh stand er auf der Bühne, später kamen Hörfunk, Fernsehen und Soloprogramme hinzu. Heute gilt er als Kabarettist, der politische Figuren nicht nur nachahmt, sondern in pointierte Bühnencharaktere verwandelt. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Biografie: frühe Bühnenpraxis und ein ungewöhnlicher Berufsweg

Wolfgang Krebs’ künstlerischer Weg begann nicht über ein klassisches Theaterstudium, sondern über frühe Bühnenpraxis und praktische Medienarbeit. Mit fünf Jahren stand er laut Wikipedia zum ersten Mal auf der Bühne, es folgten Schülertheater und Heimatbühne. Nach dem Hauptschulabschluss ließ er sich zum Postbeamten ausbilden, besuchte später auf dem zweiten Bildungsweg die Berufsaufbau- und Berufsoberschule und wechselte anschließend in die Medienbranche. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Diese biografische Mischung aus Bodenständigkeit und professioneller Vielseitigkeit prägt seine künstlerische Wirkung bis heute. Krebs arbeitete als Studioleiter bei Radio Ostallgäu in Kaufbeuren und war zwischen 1996 und 2007 in der TV-Werbezeiten-Vermarktung bei ProSieben, Sat.1 und RTL II tätig. Die Erfahrung aus Hörfunk, Moderation und Medienbetrieb floss früh in seine spätere Bühnenarbeit ein. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Der Durchbruch im Kabarett: Edmund Stoiber als Initialzündung

Der eigentliche Kabarett-Durchbruch kam mit der Figur des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber. 1993 trat Krebs bei den Marktfestspielen in Kaltental-Blonhofen erstmals als Stoiber auf. Ein entscheidender Moment folgte 2004, als beim schwäbischen Fasching Schwaben weissblau ein geplanter Auftritt Stoibers ausfiel und Krebs auf Initiative von Georg Ried als Stoiber-Imitator einsprang. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Von da an war die Figur nicht nur eine Pointe, sondern ein wiederkehrendes künstlerisches Markenzeichen. Ab Januar 2004 trat Krebs regelmäßig als Stoiber-Darsteller in der Schlussnummer der BR-Sendung quer auf, später parodierte er auch Günther Beckstein, Horst Seehofer, Markus Söder, Hubert Aiwanger und Robert Habeck. Gerade diese Fähigkeit, politische Rollen über Jahre weiterzuentwickeln, zeigt seine professionelle Bühnenkunst und seine genaue Beobachtung des öffentlichen Diskurses. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Musikalität der Sprache: Stimme, Timing und Rollenwechsel

Auch wenn Wolfgang Krebs kein Musiker im engeren Sinn ist, besitzt seine Arbeit eine deutlich rhythmische Qualität. Seine Figuren leben von Tempo, Pausen, Betonung und einem präzisen Timing, das an musikalische Komposition erinnert. Der Wechsel zwischen Stimmen und Haltungen schafft auf der Bühne eine Art sprachliches Arrangement, in dem jede Pointe sitzt und jede Figur ihren eigenen Klang bekommt. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Besonders auf Solotouren zeigt sich diese Kunst der Verdichtung. Krebs steht allein auf der Bühne und schlüpft in viele Rollen, sodass aus einem Kabarettabend ein kaleidoskopisches Porträt der bayerischen Polit- und Medienwelt wird. Die offizielle Website beschreibt sein aktuelles Programm „Bayern liebt DICH!“ als Kabarettsolo rund um den Medienzirkus, in dem er wie immer ganz alleine in verschiedenen Rollen auftritt. ([wolfgangkrebs.com](https://wolfgangkrebs.com/))

Aktuelles Programm: „Bayern liebt DICH!“ als Gegenwartssatire

Mit „Bayern liebt DICH!“ präsentiert Krebs ein aktuelles Bühnenprogramm, das die Dynamik von Medien, Macht und Selbstinszenierung satirisch zuspitzt. Die offizielle Website kündigt das Programm als neues Kabarett-Programm an, das sich mit Facebook, Instagram und TikTok ebenso auseinandersetzt wie mit der politischen Kommunikationskultur in Bayern. Diese Gegenwartsnähe gibt dem Abend eine klare Relevanz und hält die Satire im Hier und Jetzt. ([wolfgangkrebs.com](https://wolfgangkrebs.com/))

Auch für 2026 sind zahlreiche Auftritte gelistet, darunter Termine in Feuchtwangen, Eggenthal, Pocking, Roding, München, Fürth, Stuttgart und Alzenau. Die Tourdaten belegen eine intensive Live-Präsenz und zeigen, wie stark Krebs im süddeutschen Raum verankert ist. Er bleibt damit ein Künstler des direkten Kontakts, der seine Programme konsequent auf der Bühne entfaltet. ([wolfgangkrebs.com](https://wolfgangkrebs.com/))

Diskographie und Veröffentlichungen: dokumentierte Bühnenprogramme

Die Diskographie von Wolfgang Krebs ist eng mit seinen Bühnenprogrammen verknüpft. Auf Wikipedia sind die Veröffentlichungen „Ja, mia kennan!“ (2010), „Drei Mann in einem Dings“ (2013) und „Können Sie Bayern“ (2014) aufgeführt. Ergänzend nennt die offizielle Website und Apple Music auch „Die Watschenbaum Gala“ als Spoken-Word-Veröffentlichung aus dem Jahr 2017. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Diese Publikationen machen sichtbar, wie Krebs seine Bühnenarbeit konserviert und als Tonträger weiterführt. Anders als bei klassischer Pop-Diskographie stehen hier nicht Singles oder Charts im Zentrum, sondern das gesprochene Wort, die Figur und das gespielte Programm. Für Kabarettfans bildet genau das die dokumentarische Stärke seiner Arbeit. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Kritische Rezeption, Auszeichnungen und kultureller Einfluss

Krebs wurde für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet und institutionell wahrgenommen. Wikipedia nennt unter anderem den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Kaufbeuren, die Aufnahme in die Karl-Valentin-Gesellschaft, den „Orden wider die Neidhammel“ der Nürnberger Luftflotte sowie den „Unterföhringer Mohr“ als Publikumspreis. Zusätzlich war „Habe die Ehre“ 2015 für den Grimme-Preis nominiert. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Sein kultureller Einfluss zeigt sich vor allem in der Art, wie er bayerische Politikfiguren als dauerhafte öffentliche Rollen etabliert hat. Das Bonifatiuswerk beschreibt ihn als bekannt für seine Parodien auf Edmund Stoiber und Markus Söder, während andere Quellen seinen Auftritt in Medienformaten wie quer, Lachmatt und Die Superbayern dokumentieren. Damit gehört Krebs zu jener seltenen Gattung von Kabarettisten, deren Figuren über Jahre Teil der öffentlichen Wahrnehmung bleiben. ([bonifatiuswerk.de](https://www.bonifatiuswerk.de/de/presse/pressematerial/interview-wolfgang-krebs/?utm_source=openai))

Medienpräsenz und künstlerische Entwicklung über Rundfunk und Fernsehen

Schon vor seiner Vollzeitkarriere als Kabarettist arbeitete Krebs intensiv im Hörfunk und im Fernsehen. Von 2006 bis Juli 2015 war er als Imitator täglich auf Bayern 3 zu hören, ab 2007 konzentrierte er sich hauptberuflich auf das Kabarett. Später gehörte er zum festen Ensemble von Asül für Alle und trat mehrfach in der Grünwald Freitagscomedy auf. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Diese kontinuierliche Medienpräsenz ist ein wesentlicher Teil seiner künstlerischen Autorität. Sie zeigt, dass Krebs nicht nur Live-Kabarett beherrscht, sondern auch das Timing und die Verdichtung für Radio- und Fernsehverbraucher. Seine Karriere steht damit exemplarisch für einen Künstler, der regionale Satire in ein breites, wiedererkennbares Medienformat übersetzt hat. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Schriftsteller, Autor und Beobachter der bayerischen Seele

Neben der Bühne hat Wolfgang Krebs auch als Autor Spuren hinterlassen. Wikipedia nennt mehrere Bücher, darunter „Sternreisen“ sowie spätere Veröffentlichungen wie „Nur Bayern im Kopf!“, „Die Leberkäs-AG“, „Bayern-ABC“ und „Das Guglhupf Wunder“. Diese Titel zeigen bereits, wie stark seine Arbeit von Sprachwitz, Regionalität und einer liebevoll-ironischen Perspektive auf bayerische Identität geprägt ist. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Sein Profil als Schriftsteller ergänzt die Bühnenfigur auf sinnvolle Weise. Krebs arbeitet mit Verdichtung, Typisierung und Pointen, die in Buchform anders, aber nicht weniger prägnant wirken. Gerade diese Erweiterung über das Live-Kabarett hinaus stärkt seine Autorität als kulturkommentierender Erzähler. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Fazit: Ein Kabarettist mit unverwechselbarer Handschrift

Wolfgang Krebs verbindet sprachliche Präzision, politische Beobachtung und eine enorme Bühnenpräsenz zu einem unverwechselbaren Gesamtbild. Seine Karriere reicht von den ersten Auftritten als Kind über Radio, Fernsehen und Soloprogramme bis zu einem aktuellen Bühnenprojekt, das die Gegenwart satirisch vermisst. Wer das Zusammenspiel aus Rollenkomik, Medienkritik und bayerischer Selbstironie erleben will, findet in ihm einen der profiliertesten Kabarettisten des Landes. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Gerade live entfaltet seine Kunst die größte Wirkung: die Stimmen, die Wendungen, der Blick für Details und das sichere Gespür für den nächsten Treffer. Wolfgang Krebs bleibt spannend, weil er politische Figuren nicht nur imitiert, sondern als lebendige Bühnenkunst neu formt. Ihn auf der Bühne zu erleben, bedeutet Kabarett in Reinkultur. ([de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Krebs_%28Kabarettist%29))

Offizielle Kanäle von Wolfgang Krebs:

Quellen: