Die Geisterbraut im Theater Hof: Konzertante Dvořák-Saga erobert Hof


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Die Geisterbraut in Hof: Dvořáks düstere Kantate als packendes Bühnenerlebnis
Ein verlassener Liebesschwur, ein nächtlicher Ritt durch Sümpfe und Irrlichter, dazu Chor, Solistinnen und Solisten sowie die Hofer Symphoniker: Dvořáks dramatische Kantate Die Geisterbraut entfaltet im Theater Hof eine eindringliche Theateratmosphäre, die zwischen Sehnsucht, Hoffnung und Grauen schillert – live illustriert durch poetische Sandmalerei von Svetlana Telbukh. Konzertant, in deutscher Sprache mit Übertiteln, wird diese selten gespielte Partitur zu einem sinnlichen Musiktheater-Moment.
Zwischen Spuk und Morgenröte: Die Story als Klanggemälde
Ein verwaistes Mädchen wartet jahrelang auf den verschollenen Geliebten – bis ein Höllenbräutigam sie durch die Nacht zum Friedhof treibt. Dvořák spannt dafür einen hochdramatischen Bogen: Soli und Opernchor werden zum erzählerischen Motor, das Orchester malt scharfe Kontraste, vom unheimlichen Flüstern bis zum erlösenden Hahnenschrei. So verschränken sich Handlung und Musik zu einer suggestiven Inszenierung der inneren Zerrissenheit.
Klang, Licht, Bewegung: Konzertante Inszenierung mit Sandmalerei
Die konzertante Form rückt die Dramaturgie der Partitur in den Fokus: präzise Tempi, transparente Stimmführung, farbige Orchestrierung. Zugleich zeichnet die live entstehende Sandmalerei flüchtige Bilder – Friedhofstore, Wind, Sternenstaub – die das Bühnenbild atmosphärisch erweitern. Diese subtile Regie-Idee bündelt Schauspielkunst des Chors, die Sogwirkung des Orchesters und eine visuelle Poesie, die die Publikumsreaktion erfahrungsgemäß staunen lässt.
Werk- und Theatergeschichte im Kontext
1884 komponiert, 1885 in Pilsen uraufgeführt, verdichtet Dvořáks Die Geisterbraut (nach Karel Jaromír Erben) die Tradition der romantischen Kantate zu intensivem Musiktheater. In Hof erklingt das selten gespielte Werk in großer Besetzung – ein dramaturgisch kluges Repertoire-Statement für das Mehrspartenhaus mit starker Chortradition und hervorragender Akustik im Großen Haus.
Fazit
Wer die Spannung zwischen Schauerromantik und Erlösung liebt, erlebt hier ein außergewöhnliches Bühnenerlebnis: konzentrierte Klangrede, suggestive Bilder, klare Erzählkraft. Ein Abend, der nachhallt – und den man live erleben sollte.
Offizielle Kanäle von Theater Hof:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.theater-hof.de/
Quellen:
- Stadt Hof – Veranstaltungseintrag Die Geisterbraut
- Theater Hof – Abonnements und Terminübersicht 2025/26
- Frankenpost – Premiere am Theater Hof: Die Geisterbraut, 31.01.2026
- Klassika – Dvořák: Svatební košile (Die Geisterbraut)
- Hof-News – Theater Hof: Haus, Plätze, Barrierefreiheit
- Freiheitshalle Hof – Anfahrt und Parken gegenüber Theater Hof


