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Jazzrausch Bigband

Jazzrausch Bigband

Quelle: Wikipedia

Jazzrausch Bigband – Die Münchner Bigband, die Techno und Jazz neu definiert

Von der Club-Residenz zum internationalen Aushängeschild: Wie die Jazzrausch Bigband mit Bigband-Techno Bühnen, Festivals und Feuilletons erobert

Die Jazzrausch Bigband steht seit 2014 für eine Musikkarriere, die Bigband-Tradition, elektronische Clubkultur und orchestrales Denken radikal zusammenführt. Ausgehend von München entwickelte sich das Kollektiv um Bandleader und Produzent Roman Sladek sowie Komponist und Gitarrist Leonhard Kuhn zu einem Ensemble mit unverwechselbarem Sound: technoide Vier-zu-Vier-Pulse, mächtige Bläsersätze, pointierte Arrangements, improvisatorische Eskalationen und eine Bühnenpräsenz, die Jazzfans wie Raver gleichermaßen anzieht. Mehr als hundert Konzerte pro Jahr, internationale Gastspiele und Alben auf dem renommierten Label ACT Music belegen die künstlerische Entwicklung – und den kulturellen Einfluss dieser außergewöhnlichen Großformation.

Biografische Wurzeln: Von Rausch & Töchter zu Harry Klein

Die Band wurde im März 2014 von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater München gegründet. Nach ersten Auftritten als Hausband der Konzertreihe „Jazzrausch“ im Club Rausch & Töchter wechselte das Ensemble in den Technoclub Harry Klein – als weltweit erste Bigband in einer Club-Residenz dieser Art. Diese frühe Verankerung in der Clubszene prägte Ästhetik und Dramaturgie der Shows bis heute: Komposition und Arrangement treffen auf die Energie eines Raves, die Dynamik einer Jazz-Improvisation und die Präzision einer elektronischen Produktion.

Durchbruch: Clubästhetik mit Orchesterfarbigkeit

Spätestens mit den Programmen rund um elektronische Adaptionen, eigenständige Techno-Kompositionen und spartenübergreifende Projekte beschleunigte sich die Karriere. Konzerte in der Muffathalle, in der Isarphilharmonie, der Münchner Philharmonie sowie Festival- und Auslandseinladungen führten den hybriden Bandsound einem breiten, vielschichtigen Publikum vor. Das Konzept: formstarkes Songwriting, dichte Groove-Architekturen, raffinierte Bläser-Voicings – und eine Live-Produktion, die die Wucht eines Clubs in die Sprache einer Bigband übersetzt.

Orchestra in Residence: Bergson Kunstkraftwerk

Mit der Residenz im Bergson Kunstkraftwerk in München manifestierte die Bigband ihr künstlerisches Zentrum. Das Haus bietet ideale Räume für immersive Shows, thematische Reihen und Album-Inszenierungen. Hier verschränkt das Ensemble die Erfahrung aus dem Club mit kuratierten Konzertformaten: große Erzählbögen, dramaturgisch konzipierte Sets, die zwischen Tanzfläche und Konzertsaal vermitteln, und eine Produktion, die den Klangkörper der Band in 360-Grad-Atmosphäre erlebbar macht.

Diskographie: Von Beethoven’s Breakdown bis Bangers Only!

Die Diskographie der Jazzrausch Bigband zeichnet die Reifung eines eigenständigen Stils nach. Mit Beethoven’s Breakdown (2020) deklinierte das Ensemble Klassiker wie die Mondscheinsonate als orchestralen Techno-Jazz und verband Beethoven-Motive mit zeitgenössischer House-Ästhetik, pointiertem Brass und improvisatorischen Soli. Darauf folgten weitere ACT-Veröffentlichungen und Programmzyklen, die das Spannungsfeld zwischen Klassik, Club und Jazz ausloteten. 2024 markierte Bangers Only! einen nächsten Schritt: konzentrierte Drei- bis Vier-Minuten-Tracks, die Live-Favoriten neu produzieren und mit frischen Ideen verknüpfen – von „Moebius Strip“ bis „Punkt und Linie zur Fläche“. 2025 unterstrich Live at Kleine Olympiahalle die Live-Power der Formation, während neue Programme die Vielseitigkeit der Produktions- und Kompositionshandschrift bekräftigten.

Aktuelle Projekte: Releases, Residenz-Programme, Festivalpräsenz

Die jüngste Phase ist geprägt durch die inhaltliche Verdichtung der Residenzprojekte im Bergson Kunstkraftwerk und die gleichzeitige Präsenz auf europäischen Festivals. Kapazitäten für Album-Releases, thematische Shows und Kollaborationen mit Gastsolistinnen und -solisten wachsen hier zusammen. Die Band platziert tanzbare Singles und kompakte Live-Arrangements neben großformatigen Werkbögen – stets mit dem Ziel, kompositorische Ambition und Club-Tauglichkeit im Gleichgewicht zu halten. Festivalauftritte bestätigen die Nachfrage nach diesem Crossover: Die Jazzrausch Bigband bleibt ein Publikumsmagnet, wenn es um zeitgenössische, genreoffene Jazz-Produktionen geht.

Musikalische Entwicklung: Komposition, Arrangement, Produktion

Im Zentrum steht die Expertise im kompositorischen und produktionstechnischen Detail. Leonhard Kuhns Kompositionen und Arrangements verbinden Satztechnik, Formdramaturgie und klangliche Layering-Verfahren mit DJ-Logik, Build-ups, Drops und Breaks. Roman Sladek verantwortet als Bandleader die künstlerische Produktion, die Ensemble-Organisation und die Performance-Architektur. Der Sound entsteht aus dem Reibungsfeld von Harmonielehre, Voicing-Strategie und Sound Design: Tuba und Bass als Druckfundament, präzise Kick-Snare-Achsen, parallel geführte Bläserschichten und Stimmen, die von Spoken-Word bis hymnischem Refrain reichen.

Stilanalyse: Bigband-Techno zwischen Jazzgeschichte und Clubkultur

Stilistisch bewegt sich die Jazzrausch Bigband zwischen Genre und Metapher: Bigband als Klanglabor, Techno als Strukturmotor, Jazz als Improvisations- und Interaktionskultur. Die Band arbeitet mit ostinaten Bassfiguren, synkopierten Riffs, polyrhythmischen Überlagerungen und einem orchestralen Dynamikbogen. Die Produktion setzt auf sidechain-ähnliche Verdichtungen, Raumstaffelungen und texturale Kontraste. So entstehen Tracks, die im Songformat hookstark funktionieren, live jedoch als modulare Suiten mit Soli, Tutti-Explosionen und überraschenden Formwendungen erlebt werden.

Kultureller Einfluss: Neue Publika, neue Räume

Der kulturelle Einfluss liegt im Brückenschlag: Jazzästhetik erreicht die Clubkultur, während Clubgänger das orchestrale Potenzial einer Bigband neu entdecken. Bildungs- und Vermittlungsaspekte – vom Konzertformat im philharmonischen Kontext bis zum Club-Set – öffnen Zugänge für ein diverses Publikum. Für die Szene bedeutet das eine Erweiterung der Spielorte und Hörgewohnheiten; für Bigband-Traditionen eine zeitgemäße Fortschreibung in Klang, Narrativ und Performance.

Rezeption: Presse, Feuilleton, Community

Die Musikpresse attestiert der Band Innovationskraft, Konzeptstärke und Entertainment-Qualitäten. Kritiken betonen die nahtlose Verbindung aus dancefloortauglichen Beats und substanziellem Jazz-Arrangement, die Fähigkeit, Klassiker respektvoll zu transformieren, sowie die Energie der Live-Inszenierungen. Label- und Festivalstatements unterstreichen die künstlerische Autorität des Kollektivs – von der präzisen Produktion über die stringente Programmatik bis zur internationalen Tourtauglichkeit. Diese Mischung aus Expertise und publikumswirksamer Dramaturgie sichert der Band eine seltene Sichtbarkeit im Crossover-Segment.

Live-Ästhetik: Dramaturgie, Sound Design, Bühnenpräsenz

Die Bühnenpräsenz der Jazzrausch Bigband basiert auf einem stringenten Spannungsbogen: elektronische Einleitungen, die den Puls setzen; Bläsersätze, die auf den Punkt artikulieren; Solo-Spots, die Virtuosität zeigen; kollektive Peaks, die den Saal in Bewegung versetzen. Das Sound Design priorisiert Druck und Transparenz, damit die Detailarbeit der Komposition hörbar bleibt. Licht, Nebel und Timing der Formteile erzeugen eine Atmosphäre, die die Intensität eines Clubs in den Konzertsaal trägt, ohne die Klangfarben einer Bigband zu nivellieren.

Werke und Highlights: Alben, Programme, Signature-Tracks

Zu den diskographischen Marksteinen zählen Beethoven’s Breakdown (ACT Music, 2020), Bruckner’s Breakdown, Mahler’s Breakdown, Dancing Wittgenstein, téchne, Emergenz und Bangers Only! (ACT Music, 2024). Live-Programme verdichten diese Ästhetik: Wiederkehrende Lieblingsstücke wie „Moebius Strip“, „Punkt und Linie zur Fläche“ oder „I Want To Be A Banana“ bilden das Repertoire-Rückgrat, das in jedem Set dramaturgisch anders gerahmt wird. Dabei zeigt sich die Erfahrung des Ensembles, Material für unterschiedliche Räume – Club, Philharmonie, Open Air – zu adaptieren.

Stimmen der Fans

Die Reaktionen der Fans zeigen deutlich: Jazzrausch Bigband begeistert Menschen weltweit. Auf Instagram schwärmt ein Fan: „Euer Sound ist pures Adrenalin – Bigband trifft Rave!“ Auf Facebook liest man: „Unglaubliche Energie, aber mit Herz und Detail – so muss moderner Jazz klingen.“ Ein YouTube-Kommentar bringt es auf den Punkt: „Ich kam wegen der Beats, geblieben bin ich wegen der Arrangements.“

Fazit: Warum man die Jazzrausch Bigband live erleben sollte

Diese Band ist ein Ereignis. Sie liefert eine künstlerische Entwicklung, die Klangforschung und Entertainment angstfrei vereint – mit Expertise in Komposition, Arrangement und Produktion. Wer Bigband neu hören möchte, wer Techno mit orchestraler Farbigkeit erleben will, wer improvisatorische Spitzen in einem formbewussten Setting schätzt, findet hier einen Referenz-Act. Die Jazzrausch Bigband verwandelt Konzertbühnen in vibrierende Klangräume – mitreißend, präzise, nahbar. Unbedingt live erleben.

Offizielle Kanäle von Jazzrausch Bigband:

Quellen: