Hofer Symphoniker bringen Seelenbilder in die Freiheitshalle Hof


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Seelenbilder zwischen Exil, Virtuosität und Brahms-Glanz
Die Hofer Symphoniker laden am 14. Mai 2027 um 19:30 Uhr zum 9. Symphoniekonzert in den Festsaal der Freiheitshalle Hof. Unter dem Titel Seelenbilder treffen mit Paul Ben-Haim, Paul Hindemith und Johannes Brahms drei Komponisten aufeinander, deren Musik aus innerer Spannung, klanglicher Weite und großer formaler Meisterschaft lebt. Am Pult steht Chefdirigent Martijn Dendievel, die Solovioline übernimmt Josef Špaček. Bereits um 18:30 Uhr führt die Konzerteinführung in die Programmidee ein; im Anschluss öffnet sich im oberen Festsaalfoyer der Raum für das Format Ausklang: Nachgefragt.
Ein Programm mit Tiefe und Temperament
Das Konzert beginnt mit Paul Ben-Haims „Psalm“ aus der Symphonie Nr. 1 – einer Musik, die aus der Erfahrung von Exil und kultureller Neuausrichtung Kraft zieht. Der zweite Satz wirkt im Orchester wie ein leuchtender Ruhepol: getragen, nach innen gekehrt und zugleich von berührender Spannung. Die Biografie des Komponisten, der 1933 aus Deutschland nach Palästina emigrierte und die Symphonie für das Palästinensische Symphonieorchester schrieb, verleiht diesem Teil des Abends besondere historische Wucht.
Hindemith mit kantiger Eleganz
Im Violinkonzert cis-Moll von Paul Hindemith trifft rhythmische Präzision auf eine unverwechselbare Tonsprache. Hindemith, der als Geiger begann und später zu einem der einflussreichsten Komponisten und Musiktheoretiker des 20. Jahrhunderts wurde, schreibt keine gefälligen Linien, sondern spannungsreiche Bögen mit markanter Harmonik. Genau darin liegt der Reiz: Josef Špaček kann hier seine technische Souveränität, seine feine Artikulation und seinen klaren Ton voll ausspielen. Die Live-Atmosphäre verspricht ein Konzerterlebnis, das zwischen dramatischer Energie und schwebender Konzentration pulsiert.
Brahms als befreiender Schlusspunkt
Nach der Pause folgt Johannes Brahms’ Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 – ein Werk, das trotz seiner Klangfülle von Gelöstheit und Wärme geprägt ist. Brahms lässt die Streicher singen, die Holzbläser atmen, die Orchesterfarben ineinandergreifen. Was hier entsteht, ist kein pathetischer Überbau, sondern ein musikalischer Fluss mit großer innerer Balance. Gerade im Festsaal der Freiheitshalle Hof dürfte diese Symphonie ihre ganze Strahlkraft entfalten: transparent, weit, voller lyrischer Bewegung.
Ein Abend für Kenner und Entdecker
Josef Špaček gehört international zu den profiliertesten Geigern seiner Generation. Seine offizielle Künstlerseite verweist auf Auftritte mit führenden Orchestern, preisgekrönte Einspielungen und Pressestimmen, die seine Klangkultur und seine konzentrierte Bühnenpräsenz hervorheben. Für Hof ist das zugleich ein Wiedersehen mit einem Publikumsliebling, der in dieser Saison bereits mit Tschaikowskys Violinkonzert zu Gast war. Wer das Zusammenspiel aus orchestraler Orchestrierung, historischer Perspektive und solistischer Präzision live erleben will, findet hier einen der spannendsten Abende der Spielzeit.
Fazit: Das 9. Symphoniekonzert der Hofer Symphoniker verbindet geistige Tiefe, expressive Solokunst und einen großen sinfonischen Bogen. Wer die emotionale Dichte von Ben-Haim, die Spannung von Hindemith und die Weite von Brahms im Konzertsaal erleben möchte, sollte sich diesen Abend in Hof nicht entgehen lassen.
Offizielle Kanäle von Josef Špaček:
- Instagram: Kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: Kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: Kein offizielles Profil gefunden
- Spotify: Kein offizielles Profil gefunden
- TikTok: Kein offizielles Profil gefunden










